Angst vor der Altersarmut in Deutschland

Trotz beruflichen Erfolgs haben viele Frauen immer noch nicht gut für das Alter vorgesorgt.

Allerdings haben aktuellen Studien zufolge auch Männer Angst vor Einschränkungen. Trotzdem sorgen viele nicht vor und wissen nicht einmal, wieviel Geld sie später zur Verfügung haben werden.

Obwohl Frauen zunehmend gut ausgebildet und beruflich erfolgreich sind, gibt es bei ihnen im Bereich Altersvorsorge noch großen Nachholbedarf. Das erklärte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) anlässlich seiner Themenwoche „Frauen und Altersvorsorge“, in deren Rahmen der Verband heute in Berlin eine Diskussionsrunde veranstaltet.

Frauen falle es bei der privaten Altersvorsorge immer noch schwerer, ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, berichtete der GDV in dieser Woche. Zwar habe eine spätere finanzielle Unabhängigkeit für sie einen ähnlich hohen Stellenwert wie für Männer, trotzdem sorge ein größerer Anteil der Frauen nicht für den Ruhestand vor. Während von ihnen 26 Prozent bislang keine Altersvorsorge haben, sind es bei den Männern 20 Prozent.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungs-Instituts Yougov Deutschland AG im Auftrag des GDV. Zwar wollen sich mit rund zwei Drittel der Frauen in etwa ebenso viele auf sich selbst verlassen wie bei den Männern. „Frauen haben jedoch größere Sorgen als Männer, dass ihre Anstrengungen nicht ausreichen könnten“, ergab die Untersuchung, für die Anfang Juni 1.011 repräsentativ ausgewählte Personen befragt.

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