Was leistet der Staat bei Berufsunfähigkeit?

– Staatliches Gesundheitssystem –
Die gesetzliche Rentenversicherung versichert prinzipiell keinen bestimmten Beruf, sondern erbringt Leistungen erst bei Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit. In beiden Fällen erhalten berechtigte Personen eine Erwerbsminderungsrente aus dem staatlichen Gesundheitssystem. Ausschließlich gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf diese Leistung. Dafür müssen sie allerdings mindestens fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Freiberufler und Selbstständige können kaum mit Leistungen rechnen, da sie diese Beiträge meist gar nicht leisten.
Die Erwerbsminderungsrente
beträgt selbst bei vollem Anspruch meist nicht mehr als 30 Prozent des vorherigen Bruttolohns. Gesetzlich Versicherte können diese Leistung nur dann erhalten, wenn sie in keinem Beruf mehr als drei Stunden täglich arbeiten können – nicht in ihrem eigenen und auch nicht in irgendeinem anderen. 
Beispiel: Max Mustermann ist 30 Jahre, zahlt seit 10 Jahren in die gesetzliche Rentenversicherung ein und hat ein monatliches Bruttoeinkommen von 2.600€
Sein Anspruch: 780€
Bei einer Arbeitstauglichkeit von 3 bis 6 Stunden täglich liegt eine teilweise Erwerbsminderung vor. Hier beträgt die Rente durchschnittlich nur noch 15 Prozent des ehemaligen Bruttolohns. Ist ein entsprechender Teilzeitplatz auf dem Arbeitsmarkt nicht verfügbar, kann die Deutsche Rentenversicherung in Einzelfällen auch die volle Erwerbsminderungsrente zahlen.
Nicht jeder Erwerbstätige hat Anspruch auf staatliche Unterstützung, wenn er seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Diejenigen, die dennoch eine Erwerbminderungsrente erhalten, können damit meist nur einen Bruchteil ihres individuellen Lebensstandards abdecken. Die Kombination der gesetzlichen Leistungen mit denen einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) kann vor einem Leben an der Armutsgrenze schützen. 

 

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